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Unsere Geschichte 2017-09-25T19:23:25+00:00

Die Freie evangelische Gemeinde Wedel ist eine Gemeinschaft von Menschen, die ihr »Ja« zu einem Leben mit Jesus Christus gegeben haben und in diesem neutestamentlichem Sinn einer für den anderen da sein möchte.

Die Geschichte der FeG Wedel begann im Jahr 1971, als sich einige Leute in Wedel zu »Zusammenkünften« in einer Garage trafen, und zum Gottesdienst in die Feg nach Bahrenfeld fuhr. Schnell bot sich dann die Gelegenheit, ein ehemaliges Schullandheim zu mieten und später (1989) zu kaufen.

Obwohl dort dann schon jahrelang selbst Gottesdienste gehalten wurden, trennte man sich von der Muttergemeinde Bahrenfeld im Jahr 1994.

Das alte Gemeindehaus wurde mit den Jahren zu klein, so dass wir vom 13. bis 20.1.2001 schließlich einen Neubau mit etwa 1000 m2 Nutzfläche einweihten und bezogen, den wir zum Teil in Eigenleistung errichteten. In diesem Haus ist auch unser Kindergarten »Lütt Arche« integriert.

Seit über 14 Jahren haben wir einen hauptamtlichen Pastor, der das Wort Gottes verkündigt.

Prolog

Das Erinnerungsvermögen des Menschen ist begrenzt. Schnell geraten Ereignisse vergangener Tage und Jahre in Vergessenheit.

Beim Durchblättern der Chronik der Freien evangelischen Gemeinde (FeG) Wedel werden alte Begebenheiten wieder lebendig.

Was ist nicht alles geschehen seit den Anfängen der Gemeinde bis heute?

An unterschiedlichen Versammlungsorten (Treffen in den Häusern über den sogenannten Stinksalon bis hin zu dem im Jahre 2001 fertiggestellten Neubau) wurde in der Bibel gelesen, gebetet, gesungen, gepredigt und auch gefeiert. Ausflüge in die ferne und nahe Umgebung stärkten das Gemeinschaftsgefühl.

Aber über diesen engen geografischen Kreis hinaus zeigen die Aufzeichnungen, dass der Blick auch in die Weite gerichtet ist. Missionare aus vielen Ländern waren hier zu Gast und haben über ihre Arbeit berichtet. Und aus der Wedeler Gemeinde sind Frauen und Männer in den weltweiten Missionsdienst gesandt worden.

Im Rahmen der Auslandshilfe „Grenzenlos“ – an der sich die FeG Wedel tatkräftig beteiligt – ist manche Not unserer Schwestern und Brüder in wirtschaftlich schwächeren Ländern gelindert worden.

Wer ist weise
und behält dies?
Der wird merken,
wieviel Wohltaten
der Herr erweist.
Psalm 107,43

Die Anfänge der FeG bis zum März 1993 sind von Ralf Lindner und Marco Czygan recherchiert und im August 1993 zusammengestellt worden. Dafür sei ihnen an dieser Stelle gedankt; dadurch wurde eine wesentliche Vorarbeit geleistet.

Ausführliche Abschnitte sind für besonders Interessierte in Anhängen erfasst, so erläutern z. B. die Anhänge 1 und 2 die Entwicklung der Chorarbeit in der FeG.

Es bleibt nur noch hinzuweisen, dass künftig die Chronik jährlich ergänzt werden sollte; das kann dann eventuell noch in ausführlicherer Form geschehen.

Burkhard Czygan im März 2006

Die Anfänge und die Jahre bis 1971

Anfang der 30iger JahreDie Lehrerin Frau Stange beginnt mit einer Frauenbibelstunde in ihrem Haus.
Frau Schade vom Holstenwall (Howa) kam zum Gitarrespielen nach Wedel.
Auch in Holm finden evangelistische Einsätze statt.
Mai 1947Die Gemeinde wächst durch eine Evangelisation mit Prediger Neumann.
Im Hause von Familie Seewe am Gnäterkuhlenweg findet eine regelmäßige Frauenstunde statt.
ca. 1950Frau Seewe verteilt das missionarische Blatt „Der Säemann“.
Rudolf Tetzlaff übernimmt die Tour von Frau Stange.
In der Moorweg-Siedlung finden Männer-, Frauen- und Kinderstunden statt. Dazu kommen vom Howa die Prediger Artur Dünnebeil, Dr. Witt sowie Schwester Dora.
Die Bibelstunde findet im Gemeindehaus der Kirche am Roland statt.
Zur Gemeinde gehören ca. 20 Erwachsene: Geschwister Scholz, Irmi Fechner, Marianne Petersen, Familie Seewe, Rudolf Schmidt, Familie Tetzlaff u.a.
Die Musik wird mit einem tragbaren Tischharmonium gemacht.
Zum Gottesdienst fährt man zum Holstenwall.

1963 – 1965Nachdem der Raum in der Kirche am Roland nicht mehr zur Verfügung steht, zieht die Gemeinde in verschiedene Laborräume der Fa. Dr. Böger um, bei der Max Brinkop arbeitet. Für die Veranstaltungen müssen der Raum leergeräumt und Stühle aus der Kantine geholt werden.
Nach 1 1/2 Jahren beginnt man für eigene Räume zu sparen.
Es sind bereits 400 DM für den Bau einer „Holzkirche“ zusammengekommen. Als möglicher Standort wird ein Grundstück an der Pinneberger Straße ins Auge gefasst. Der Plan wird von der Stadt Wedel nicht genehmigt.
Da es keine Jugendlichen in der Gemeinde gibt, stellt Schwester Seewe fest: „Wir sind eine sterbende Gemeinde“.
Daraufhin wird die Montagsgebetsstunde ins Leben gerufen, die zunächst einmal im Monat, bald aber im wöchentlichen Rhythmus stattfindet.
Rudi Tetzlaff jun. macht zeitweilig Jungschararbeit.
1966Dr. Laubach wird der Leiter der Gesamtgemeinde.
Die Hamburger Gemeinde wird dezentralisiert und in Bezirke aufgeteilt. Wedel wird nicht mehr vom Holstenwall, sondern von Bahrenfeld betreut. Die Geschwister gehen jetzt zum Gottesdienst nach Bahrenfeld.
Die Bibelstunden werden von den Brüdern Weigelt, Wülbern und Hanelt aus Bahrenfeld wahrgenommen.
1968 – 1969Durch Vermittlung von Max Brinkop zieht die Gemeinde in die Höbüschentwiete 9 um. Die Veranstaltungen finden in der Garage von Otto Harms statt. Hier traf sich bereits die landeskirchliche Gemeinschaft, die die Räume an die FeG untervermietet. Von ihr werden später noch die Holzstühle ins GFZ übernommen. Wegen eines defekten Abflußrohres wurde der Raum von den Geschwistern als „Stinksalon“ bezeichnet.
August 1970Prediger Karl-Heinz Heitmann übernimmt den Bezirk Elbgemeinden und ist damit auch für den Wedeler Zweig verantwortlich
1970Nach Auflösung der Brüdergemeinde am Rollberg wechseln die meisten der dortigen Geschwister zu der Baptistengemeinde.
Arwed Brinkop wechselt zur FeG, wo seine Eltern bereits seit einiger Zeit sind. Kurz darauf folgen ihm die Jugendlichen seiner Jugendgruppe (413. Thomas Kolodziej, Dieter Lamm).
Als besondere Attraktion wird die Carerabahn dun im „Stinksaloii“ aufgebaut.
1971Durch Bibelwochen, Evangelisationen und durch Intensivierung der Jugendarbeit wuchs die Gemeinde.
Weihn. 1971Heiligabend findet eine erste gottesdienstliche Feier (Predigt: Arwed Brinkop) im „Stinksalon“ statt. Sie findet großen Anklang, so dass Silvester wieder ein Gottesdienst gefeiert wird. Darauf sagt Pastor Heitmann: „Wenn ihr in Wedel Got­tesdienst feiert, dann müßt ihr das immer machen“. Seitdem findet in Wedel ein re­gelmäßiger Gottesdienst statt, der abwechselnd von Pastor Heitmann, Arwed Brinkop und Brüdern aus Bahrenfeld geleitet wird.
A. Brinkop wird als Delegierter in den Bahrenfelder Brüderrat entsandt.
Der 24.12.1971 wird als der eigentliche Beginn der FeG Wedel angesehen

Die Jahre 1972 bis 1991

Mai 1973Otto H. kündigt der Gemeinde die Räumlichkeiten.

Das seit einigen Jahren leer stehende Landschulheim der Schule
Lutterothstraße (Hamburg) wird von der Wörmann-Stiftung gemietet. Die Anregung kam von Frau Wiglinski, Höbüschentwiete 5, die unter den Streichen der Jungschar zu leiden hatte (ausgerissene Blumen etc.).
Die Miete betrug nur 200 DM im Monat.

Foto von 1950 aus einem Presseorgan

03.07.1973Erster Gottesdienst im Gemeinde- und Freizeitzentrum GFZ in der Höbüschentwiete Nr. 11.
03.07.1973Offizielle Einweihung des GFZs mit einem Gottesdienst.
Anwesend sind der Bürgermeister und die Honoratioren der Stadt.
Evangelisation mit Dr. Laubach.
Erste Vergrößerung des Gottesdienstraumes.
Die Mauer zum unteren Schlafraum wird herausgerissen und durch eine Falttür ersetzt.
 25. – 27.01. 1974„Gottes Wort heute“.
Drei offene Abende mit Rudi Tetzlaff.
1974Auf der Rückseite des Gemeindehauses wird ein Fertighaus als Wohnhaus (auf einem Erbpacht-Grundstück der Stadt Wedel) für den Prediger Karl-Heinz Heitmann errichtet.
Peter Wägen, ein ehemaliger Jungscharler, baut als Gesellenstück den Altartisch und das Rednerpult.
Es werden 100 Stühle (stapelbar aus Drahtgestell für 40 DM das Stück) für die Gemeinde gekauft.
Das geistliche Leben der Gemeinde wird wesentlich durch die Beziehung zur Bibelschule Adelshofen geprägt.
Die Gemeinde fährt zu Freizeiten und Schulungen. Einmal wird ein ganzer Eisenbahnwagen dafür gemietet.
Das Reiseteam aus Adelshofen sowie verschiedene Praktikanten führen Evangelisationen und Veranstaltungen in Wedel durch
1980Arwed Brinkop wird als Ältester von Wedel in den Bahrenfelder Brüderrat berufen.

Den Predigtdienst teilen sich Pastor Heitmann, A. Brinkop und andere Brüder aus Bahrenfeld.

Die Lehrerin Christine Raschke wird als Missionarin mit der Missionsgesellschaft Buchenauer Hof (DMG) nach Panama entsandt
02.05.1980Aus ihrer Jugendgruppe entsteht unter Gerald Czygan und Sylvia Joppien der „Treffpunkt“.
Fortsetzung folgt