Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm. 1 Joh. 4,16. (1. Johannes 4, 16)

Ein unbedachtes Wort, in der Erregung ausgesprochen, kann eine ganze Existenz zunichte machen. Um dieses zu wissen, muss man nicht erst Christ sein, bzw. Christ werden.
Unabhängig von jeder Gesinnung oder Weltanschauung, trifft diese schmerzliche Einsicht oder auch Erkenntnis jeden Menschen. Doch leider wird dieses immer wieder missachtet und das gilt natürlich auch für uns. Wenn wir zu viel reden und zu wenig zuhören, geben wir anderen Menschen zu verstehen, dass wir unsere Ideen, unser Handeln für wichtiger halten als ihre.
Deshalb erinnert uns Jakobus in seinem Brief daran, dass das Wort des Evangeliums uns eine andere Richtung vorgibt. Es passt einfach nicht zusammen, als Christ Vertreter der Liebe und Wahrheit Gottes zu sein und sich im nächsten Augenblick im Zorn zu vergessen. Alles kommt darauf
an, den guten Samen des Wortes, der in euch „gepflanzt ist“, aufgehen und sich davon erfüllen zu lassen. Das läuft leider nicht von selbst. Man muss (wir müssen) es sich immer wieder bewusstmachen und vor Gott bringen. Damit diese aber nicht nur bei der guten Absicht bleibt, ist der Kontakt, das Gespräch mit Gott und unseren Mitmenschen unersetzlich. Erst dann kann sich unser Verhalten wirklich verändern.

Norbert Prey

23. Mai 2019|